Mary Magdalene. Meine Geschichte

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Marys Geschichte berührt mich zutiefst.

Mary beschreibt die Situation der Frauen in Israel in der Zeit Jesu. Ihr Vater war keine Ausnahme, wenn er Frauen in eine Reihe mit Bauernhoftieren stellte. Er war ein Trinker, hatte eine Reihe Frauen außerhalb der Ehe, schlug Marys Mutter und auch seine Tochter wurde nicht von ihm geachtet. Ihre Mutter wehrte sich nicht und gab Gott die Schuld, weil er dieses zuließ.

Mary reagierte mit innerer Wut über die Zustände und kam zu dem Schluss, dass es niemand geben werde, der ihr helfen könnte.

Sie hatte eine Reihe Spielkameraden und mit einigen Mädchen im Ort konnte sie anderen Familien bei der Hausarbeit helfen. Dadurch sah sie, dass es durchaus auch ein harmonisches Familienleben geben konnte.

Sie selber geriet in eine ebenso katastrophale Ehe, aus der sie sich befreien konnte. In einer anderen Lektion erwähnt sie, dass sie ihren Mann verlassen hat.

Sie schreibt, dass sie begeistert war, dass sie die Frauenapostel kennenlernte und mit ihnen ziehen konnte.

Wie wir wissen, trafen die Frauenapostel sie in einem Freudenhaus an, woraus oft der Schluss gezogen wird, sie sei eine Prostituierte gewesen.

Eine Gewissheit darüber gibt es nicht, denn unter Umständen war das Freudenhaus einer der wenigen Orte der Rettung für eine Frau, die sich die Schläge ihres Mannes nicht mehr gefallen ließ und ihn verließ. Das Verlassen der Ehe hätte mit der Steinigung bestraft werden können. Es war ein sehr riskanter Schritt und zeichnet Mary als mutige Frau aus, die sich nicht aufgeben wollte.

Sie hat sich nicht mit den diskriminierenden Verhältnissen zufrieden gegeben und sie hat sich nicht mit dem Gottesbild zufrieden gegeben von einem ungerechten Gott, der die Menschen aufteilt in Männer und Bauernhoftiere (Frauen).

Das ist einer der Gründe, warum Mary Magdalene mich fasziniert. Sie hat die Opfermentalität durchbrochen und das Lebensrecht für alle Menschen im Inneren postuliert.

Diese Haltung machte sie immer wieder zu einer treuen Apostelin Jesu.

Marys Lektionen beginnen mit dem Erzählen ihrer Geschichte und sie erklärt uns, warum:

„Ich glaube, wenn ich euch meine Geschichte erzähle, werden sich viele von euch damit identifizieren und in diesem Verstehen, werden wir alle einen Sinn darin sehen und Heilung finden. Denkt daran, wenn ich spreche möchte ich keine Sympathie entlocken. Ich beabsichtige nur meine Geschichte zu teilen praktischer Weise mit denen, die wissen, wovon ich spreche.“ (Mary, Lektion 23.05.2005)

Auch 2000 Jahre nach Marys Geschichte verstehen viele von uns wovon sie spricht. Durch Erlebnisse in der Kindheit sind viele geprägt und beginnen das Erwachsenenalter mit unterdrückter Wut. Psychosomatische Krankheiten haben sich entwickelt und das Selbstbewusstsein ist gering.

Viele tun alles, um anderen zu erzählen, dass sie Opfer wurden und immer wieder Opfer werden und sein werden. Wer kann ihnen helfen, die sich nicht helfen lassen wollen und die nicht bereit sind, sich selber zu helfen?

So ist es auch mit der Hilfe Gottes. Göttliche Hilfe kann nur eintreffen, wenn man fragt, ‚was ist mein nächster Schritt, der im Sinne der göttlichen Ordnung ist? Was kann ich tun für mich, für meine Kinder oder für andere und den Frieden in der Welt?‘

Wie mag es wohl für Mary gewesen sein, als gesellschaftlich anerkannte Frauen in ein Frauenhaus kamen und sie, die herabgestufte Frau, einluden mit ihnen und einem Gottesmann zu kommen?

Womöglich dachte sie, ein Wunder wäre geschehen.

Womöglich dachte sie, dass Gott sie schätzt und sie als Mensch anerkennt.

Womöglich begann sie ihr Gottesbild zu ändern.

Womöglich begann sie sich selbst zu ändern.

http://www.lichtundleben.net/fileadmin/daten/autogen_pdf/010104_2005_05_23_Abraham_-_WoodsCrossUT_-_Meine_Geschichte-Maria_Magdalena.pdf
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